Feldnotizen aus dem Leben: WhatsApp
- NBJ Coaching und Seminare
- 30. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Feb.
Ich habe eine Nachricht erhalten und sie enthielt nur ein Wort: „OK“.
Kein Punkt, kein Smiley, nichts, woran ich mich hätte festhalten können. Während ich sie lese, merke ich, wie mein Kopfkinoloslegt. Da entstehen Geschichten in Lichtgeschwindigkeit: Vielleicht ist sie sauer. Oder enttäuscht. Oder irgendetwas stimmt nicht und ich habe es verpasst.
Ich spüre den altbekannten Impuls, sofort zu reagieren, nachzufragen, mich abzusichern, zu erklären oder vorsorglich zu verteidigen. Wow, wie viel Energie schon in diese eine Silbe, "OK", geflossen ist. Und ich frage mich zum Glück, ob es wirklich wahr ist, was ich denke.
Vielleicht ist es einfach eine knappe Antwort. Vielleicht war die andere Person gerade unterwegs. Vielleicht ist „OK“ einfach „Okay“. Könnte alles auch sein.
Ich atme aus. Und mit diesem Ausatmen wird der Film in meinem Kopf leiser.

🦒 Mini-Tipp:
Wenn du merkst, dass du in Nachrichten, Reaktionen oder Nicht-Reaktionen viel hineininterpretierst, lies sie noch einmal so, als hättest du einen richtig guten Tag. Mit mehr innerer Weite und weniger Alarm. Oft entsteht genau dadurch Entspannung, noch bevor du irgendetwas geklärt hast.



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