Feldnotizen aus dem Leben: WhatsApp
- NBJ Coaching und Seminare
- 30. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ich bekomme eine Nachricht.
Nur ein Wort: „OK“.
Kein Punkt, kein Smiley, nichts, woran ich mich festhalten könnte.
Und während ich das lese, merke ich, wie mein Kopf sofort loslegt. Da entstehen Geschichten in Lichtgeschwindigkeit.
Vielleicht ist sie sauer. Oder enttäuscht. Oder irgendetwas stimmt nicht und ich habe es verpasst.
Ich spüre diesen Impuls, sofort zu reagieren, nachzufragen, mich abzusichern, zu erklären oder vorsorglich zu verteidigen, obwohl eigentlich noch gar nichts passiert ist.
Dann halte ich kurz inne und merke, wie viel Energie schon in diese eine Silbe geflossen ist. Und ich frage mich, ob es wirklich nötig ist, aus einem „OK“ gleich ein ganzes Drama zu machen.
Vielleicht ist es einfach eine knappe Antwort. Vielleicht war die andere Person gerade unterwegs. Vielleicht ist „OK“ einfach „Okay“. Könnte alles sein.
Ich atme aus. Und mit diesem Ausatmen wird der Film in meinem Kopf leiser. Nicht weg, aber langsamer.

🦒 Mini-Tipp:
Wenn du merkst, dass du in Nachrichten viel hineininterpretierst, lies sie noch einmal so, als hättest du einen richtig guten Tag. Mit mehr innerer Weite und weniger Alarm. Oft entsteht genau dadurch Entspannung, noch bevor du irgendetwas geklärt hast.



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