Feldnotizen aus dem Leben: Wenn das Hirn auf Fantasy läuft
- NBJ Coaching und Seminare
- 29. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Eine Mutter erzählt mir von einer Situation mit ihrem Teenager. „Er sagt nur ein Wort“, sagt sie, „und in meinem Kopf ist sofort klar: Er respektiert mich nicht.“ Und noch bevor sie den Gedanken zu Ende gedacht hat, ist sie mittendrin im Tunnel. Der Körper spannt an, die Emotionen fahren hoch, und das Hirn beginnt, Geschichten zu produzieren.
Das kenne ich gut. Ein Satz, ein Blick, ein Tonfall und zack, läuft der innere Film. Horror-Szenarien, Trigger-Geschichten, alte Verletzungen, alles durcheinander. Ich weiss auch: das Gehirn wird sehr schnell sehr kreativ, wenn es sich bedroht fühlt.
In solchen Momenten fühlt es sich für viele an, als wäre das, was sie denken, schlicht Realität. Das lässt wenig Raum für Kontakt, Neugier oder für eine andere Reaktion.

🦒 Mini-Tipp:
Wenn du merkst, dass dein Kopf gerade ganze Geschichten in die Zukunft oder Vergangenheit erfindet, halte kurz an und benenne still für dich: „Ah, mein Hirn könnte gerade im Fantasy Modus sein.“
Allein diese Benennung schafft oft ein kleines Stück Abstand und gibt die Chance, den Gedanken als Gedanken zu erkennen und nicht als Tatsache.



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