Feldnotizen aus dem Leben: Postschalter
- NBJ Coaching und Seminare
- 8. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ich stehe am Postschalter. Eine dieser Situationen, in denen eigentlich alles schnell gehen sollte. Vor mir erklärt jemand sehr ausführlich, warum ein Paket dringend schon gestern hätte ankommen müssen.
Die Mitarbeitende bleibt freundlich, doch ich sehe, wie ihre Stirn langsam härter wird. Hinter mir rückt jemand ungeduldig näher, so nah, dass ich seinen Atem im Nacken spüre.
Mein Körper reagiert sofort. Die Schultern gehen hoch, der Kiefer wird fester, und der Gedanke taucht auf: „Ich wollte doch nur kurz etwas abholen.“
Ich merke, wie mein inneres Stresslevel anzieht. Dann fällt mein Blick auf den Boden, wo ein Klebebandstreifen schief aufgeklebt ist. Diese kleine Schieflage passt gerade erstaunlich gut zur Situation. Ich bleibe mit dem Blick dort hängen, atme etwas tiefer und warte weiter.
Spontanes Selbstmanagement im öffentlichen Raum.

🦒 Mini-Tipp:
Wenn du in einer Schlange innerlich unruhig wirst, such dir einen kleinen visuellen Fixpunkt. Etwas Neutrales oder leicht Positives. Das hilft dem Körper, sich zu sortieren, während du gleichzeitig präsent bleibst.



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