Feldnotizen aus dem Leben: Meetings
- NBJ Coaching und Seminare
- 12. Nov. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Zu zehnt im Meetingraum. PowerPoint läuft. Köpfe nicken. Die Stimmung im Raum sagt ziemlich deutlich: „Ich bin körperlich anwesend, geistig aber schon beim Wochenende.“
Ich merke, wie ich selbst langsamer werde. Wie meine Aufmerksamkeit anfängt zu wandern. Und wie ich gleichzeitig denke: Wenn wir hier jetzt so weitermachen, verlieren wir uns komplett.
Manchmal sage ich dann etwas, das nicht perfekt passt. Einen Satz, der leicht quer liegt. Etwas, das den Raum kurz irritiert.
Zum Beispiel:„Falls jemand heute versehentlich Energie mitgebracht hat: wir könnten sie gut brauchen.“
Oder ich bitte alle aufzustehen. Einfach, um die Sitzordnung zu verändern. Fast immer wird gelacht. Oder irritiert geschaut. Oder jemand antwortet irgendetwas, das vorher nicht möglich war.
Und plötzlich ist wieder Leben im Raum. Nicht immer und nicht bei allen. Aber oft genug.

Foto: cottonbro studio via pexels
🦒 Mini-Tipp:
Wenn ein Gespräch oder ein Meeting festhängt, benenn es oder geh indirekt darauf ein. Ein kleiner Bruch wirkt oft verbindender als professionelles Durchziehen.
Zum Beispiel:
„Ich sehe viele nachdenkliche Gesichter. Oder sind das schon Fluchtpläne?“
„Lasst uns kurz aufstehen, nur um das System zu irritieren.“
„Lasst uns den Rest im Gehen besprechen.“
Mit einer wohlwollenden Haltung wird das selten als Angriff erlebt. Meistens als das, was es ist: Interesse an Beziehung, Ehrlichkeit und Mut.



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